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Eifelrennen 2010

Je näher das Wochenende des Eifelrennens rückte, desto mehr der Mitfahrer aus Hamburg sagten ab. Schließlich fuhr ich am Donnerstag allein mit Jule zum Ring, allerdings hatte Manuel spontan meinen Beifahrerplatz gebucht, konnte aber erst am Freitag nachkommen.

Nach nervtötender Autobahnfahrerei am Ring angekommen erlebte ich erstmal eine Überraschung. Die etwas dilettantische Organisation des letzten Jahres hat sich nicht wiederholt. Alle Meldeformalitäten klappten ohne große Wartezeiten und völlig reibungslos, danke Organisatoren! Das einzig nervige war dieses blöde Plastikarmband, das man das ganze Wochenende tragen musste, auch unter der Dusche und im Bett.

Erwartungsgemäß war es am Donnerstag noch nicht besonders voll im Fahrerlager, aber Stefan Götzelmann und Sven Heimbach waren mit Helfern und Freunden schon vor Ort und wir konnten das XXL-Zelt beziehen. Abends schaute ich noch im Markenclubareal bei Markus Lüth und der Truppe vom Forum 105 vorbei. Dort liefen die Grills vor dem Wohnmobil auf Hochtouren und das Bitburger war gut gekühlt.

zelt innen       womo

Nach einem netten Frühstück im Quartier in Adenau ging es am Freitagmorgen gleich wieder zur Rennstrecke. Nun wurde es schon voller im Fahrerlager und Markenclubareal. Nach der Begrüßung im Götzelmannzelt machte ich erstmal einen kleinen Rundgang, dann klingelte auch schon das Telefon und ich konnte Manuel in Adenau begrüßen und ihm unser Quartier zeigen.

röhrl CSL capri
tz1 monoposto1 monoposto2

Nachmittags dann der erste heiß ersehnte Markenclublauf. 90 Minuten Nordschleife, was für ein Genuss, trotzdem Rotkäppchen manchmal vom großen, schwarzen Wolf verfolgt wurde. Neben jeder Menge 105er Alfas gab es noch eine ganze Horde von Porsche 928, die nun auch langsam ihre Liebhaber finden. Manuel hat auch nur ein kleines bisschen mitgebremst, ansonsten hat es ihm so gut gefallen, dass er nächstes Jahr mit eigenem Bertone mitfahren möchte.

Am Freitagabend kamen noch Bernd und Harald in Adenau an und wir verbrachten einen netten Abend im Pinoccio.

Jule911
clublauf1 clublauf2 clublauf3

Der Samstag wurde wieder komplett an der Rennstrecke verbracht und am späten Nachmittag die 90 Minuten Nordschleife mit viel Spaß absolviert. Ein deutliches Schleifgeräusch bei Verlassen der Strecke ließ nichts Gutes erahnen, entpuppte sich im Fahrerlager aber nur als aus der Halterung gelöster Handbremszug. Mit Wagenheber und Kabelbinder war der Schaden schnell wieder behoben. Der Abend endete für uns wieder im Pinoccio.

ich  markus  rep
GTA1 GTA2 Niestrath
mercedes1 Mercedes2 umpf
getriebe 30er1 30er2

Am Sonntag musste Manuel sich schon früh auf den Rückweg machen. Außerdem sollte der Markenclublauf schon um 9 Uhr starten. Entsprechend früh und kurz fiel für uns das Frühstück aus. Bernd und Harald konnten es da ruhiger angehen lassen. Zu allem Überfluss regnete es auch noch.
Ich fuhr aber trotzdem zur Einfahrt der Nordschleife und traf dort doch noch viele der Teilnehmer an.

Nach einer mahnenden Einweisung aufgrund der Wetterlage ging es auf die nasse Strecke. Der Regen hatte inzwischen weitgehend aufgehört. Da ich noch nie auf einer nassen Rennstrecke unterwegs gewesen bin, stellte ich erstmal mit Erstaunen fest, dass es zumindest auf der Nordschleife und mit Straßenreifen wesentlich rutschiger ist, als auf einer normalen Landstraße. Entsprechend vorsichtig ging ich zu Werke und Jule kündigte mit leichtem, gut beherrschbarem Untersteuern an, wenn es ihr zu rutschig wurde. Spaß machte das aber nicht und ich hatte schon fast den Entschluss gefasst, nach dieser Runde abzubrechen, da kamen wir nach Breidscheid.

Im Ausgang der Rechtskurve berghoch dachte ich noch, wie langsam ich doch bin, als die Jule ohne irgendeine Vorwarnung hinten ausbrach, sich drehte, dann erst mit dem linken Heck und danach mit der linken vorderen Ecke in die rechte Leitplanke knallte und entgegen der Fahrtrichtung dort stehen blieb. Das Ganze passierte so plötzlich und es war dort so eng, dass alle beim Sicherheitsraining vielfach geübten Abfangmanöver gar nicht erst möglich wurden.

Die Streckenposten taten ihr Bestes und nach kurzer Zeit hat mich dann ein Sicherungsfahrzeug den Berg wieder heruntergezogen und in Breitscheid von der Strecke gebracht. Dort haben die Herren von der Feuerwehr keine Mühen gescheut und mit pneumatischer Spreizzange, Bohrmaschine und anderen Inhalten ihres Werkzeugwagens die Jule wieder fahrbereit gemacht.
Hier ein großes Dankeschön an alle Helfer für die fachmännische Hilfe und den dringend benötigten Psychosupport!!!

unfall
So konnte ich zurück ins Fahrerlager fahren und mit den anderen bei Stefan anwesenden den Schaden begutachten. Es hatte tatsächlich nur das linke Heck und den linken vorderen Kotflügel erwischt. Die Jule legte weiterhin ein ganz normales Fahrverhalten an den Tag. In Hamburg bei näherer Betrachtung sollte der Karosseriebauer dann aber doch noch feststellen, dass der Heckschaden ziemlich heftig ausgefallen ist. Darüber berichte ich dann mehr im Bereich Aktuelles.
Frontschaden
Feuerwehr
Heckschaden    Nachdem das Wetter sich weiterhin von seiner schlechten Seite zeigte machten Jule und ich      uns dann unter Geleitschutz auf den Weg nach Hamburg.
   Rückweg

P.S.

Da ich meinen Fotoapparat als Videokamera missbraucht habe, war der Speicher ziemlich schnell voll. So habe ich mir einige der hier gezeigten Fotos an verschiedenen Stellen zusammengeschnorrt. Sollte einer der Fotografen damit nicht einverstanden sein, kann er sich gerne bei mir melden. Ich werde die Fotos dann löschen.

Eifelrennen 2009
logoMann, war ich aufgeregt. Stefan hatte mir angeboten, im Team Götzelmann an der Markenclub-GLP teilzunehmen. Sowas hatte ich noch nie gemacht, schon gar nicht auf der Nordschleife des Nürburgrings und im Rahmen einer so großen Veranstaltung.
Am Donnerstag holte ich Reinhard ab, der sich mit seinem TR6 noch über das TR-Register eingeschrieben hatte. Beifahrer in der Jule wollte er lieber nicht sein, weil er da kein eigenes Bremspedal gehabt hätte.
Nachmittags in Adenau angekommen, bezogen wir das vom OGP her bekannte Quartier und machten uns auf den Weg zum Ring.
Der Papierkrieg um das Einchecken, das Anbringen der Aufkleber und des Transponders und die technische Abnahme dauerten eine kleine Ewigkeit, aber  wir hatten ja Zeit. Lediglich mein Termin für die Fahrerbesprechung war schon am Donnerstagabend. So konnten wir in Ruhe beobachten, wie sich die Mercedesarena und das Fahrerlager langsam füllten.
Die Markenclubs waren eigentlich in der Mercedesarena untergebracht, nur Stefan hatte es geschafft, ein Riesenzelt mitten im Fahrerlager anzumieten.
Zelt   Zelt2
Es waren einige Forumsmitglieder da. Uwe's schöner grauer Renner war erst am Abend vorher fertig geworden. Was gibt es schöneres, als den neuen Motor auf der Nordschleife einzufahren? Meine Jule war wohl das am wenigsten für die Rennstrecke geeignete Fahrzeug vor dem Zelt, aber schließlich sollte es ja auch auf Gleichmäßigkeit ankommen und nicht auf Schnelligkeit.
Uwes Renner         teamzelt
Aufstellung GLP2
Am Freitagmorgen um neun war es dann soweit. Die Markenclub GLP II traf sich an der Einfahrt zur Nordschleife. Dann ging es auf die Strecke!
Streckenfoto
Jule1             Jule4
Irgendwie hatte ich das mit der Gleichmäßigkeit gleich bei der Streckeneinfahrt vergessen, allerdings ist Jule eben doch ein Straßenauto. Überholt haben wir aber trotzdem, zum Beispiel den Abschleppwagen mit dem Escort am Haken, aber auch eine Cobra, einen Porsche 928 und zwei Morgan. Einen blauen Bertone aus Bad Mergentheim auch, aber das schreibe ich wohl lieber nicht (uups!). Der weiße MG auf dem Foto hat leider mich überholt.

Jetzt nochmal ein paar Teamfotos:
Autos vorn        Autos hinten
Mass     team   Jochen Mass war auch zu Besuch!                
Hier noch einige weitere Bilder und Eindrücke:
Fahrerlager LKW Reifendienst
Maserati    Lancia
Bremse     Cockpit2
300sl     Transporter
Arena     Reinhard
start tr     start tr2
Ihr seht, es gab viel anzuschauen.

Tatsächlich den Hauch von Rennatmosphäre nicht "nur" als Zuschauer zu erleben, sondern als Beteiligter war schon beeindruckend und für mich ein wirklich tolles Erlebnis.
Jule und ich freuen uns auf das Eifelrennen 2010 unter dem Motto "100 Jahre Alfa Romeo".
Jule mit Helm
Noch ein Hinweis: Einige der Fotos stammen nicht von mir, sondern wurden mit Genehmigung des Fotografen Andreas K. vom forum105.de heruntergeladen.